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Schweizerische Reederei AG 1938-1975
 

1938 Das revidierte Obligationenrecht erfordert eine Umwandlung der Schweizer Schleppschiffahrtsgenossenschaft in eine Aktiengesellschaft. 
Gleichzeitig wir der Firmenname geändert in Schweizerische Reederei AG. (SR)
Durch die gute Erfahrung mit der umgebauten "Zürich" wird der Grosschlepper "URI" in Auftrag gegeben.(4x900 PS)
Die Rhein- und Kanalflotte der Schweizerischen Reederei AG einschlisslich ihrer allierten Gesellschaften umfasst jetzt über 160 Einheiten mit 98 000 Tonnen und 16 000 PS Antriebskraft. 
Die Kanalpeniche "Maren" wird gekauft und zum Schulschiff "Leventina" umgebaut.
 
1939 Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges bringt die schliessung des Rheins zwischen Maxau und Basel bis Mai 1941.
Am 12.06.1939 beginnt der erste Kurs auf dem Schulschiff Leventina.
 
1941 Die SR erwirbt zwei Hochseeschiffe "MS Calanda" und "MS Maloja" die unter Schweizer Flagge fahren.
 
1942 Die Schweizerische Reederei erwirbt erneut ein Hochseeschiff, die MS Albula 1220 BRT/GT
 
1943 Die Verwaltung zieht in den "Ritterhof" an der Rittergasse ein.
 
1944 Durch bombardierungen und Verluste, zieht die SR ihre Schiffe nach Basel zurück.
Am 7. Oktober senkt sich, als Folge der Bombardieung des Stauwehres von Kembs, der Wasserspiegel in den Basler
Hafenbecken um mehr als 3 Meter. Ein Teil der Hafenanlagen wird dadurch troken gelegt.
 
1945 Das Schiffspersonal - insbesondere die Schiffsjungen, die in Ausbildung stehen - wird in einem eigenen Meliorationswerk der
Schweizerischen Reederei AG auf den Hofgütern Spittel/Neubrunn in Langenbruck BL bis zur Wiederaufnahme der Schiffahrt im April 1946 durchgehalten.
 
1946 Dieselmotorschlepper "Schwyz" wird in Auftrag gegeben.
Die Combischiffe (Italiener) werden motorisiert. 12 Tankschiffe (Blumentanker) werden bestellt.
Zur Ueberbrückung der zurzeitigen Lücke in der Tankerflotte werden 8 kleine Tankschiffe (Cisalpina1-8) angeschafft.
Der Dampfschlepper "Luzern" wird zum Motordieselschlepper umgebaut.
 
1947 Kapital erhöhung der Schweizerischen Reederei AG von Fr. 4 Mio auf Fr. 10 Mio.
Das Gütermotorschiff "Sonvico" wird zum Kühlschiff umgebaut.
1948 Der Dieselmotorschlepper "Schwyz" und die Blumentanker kommen in Betrieb.
Die SR gibt zwei Hochseeschiffe "MS Corona" und "MS Christallina 3000t in Auftrag.
  
1949 Die stärkste Boot auf dem Rhein "Unterwalden" 4000 PS kommt in Betrieb.
1950 Erstmals 1 Mio Tonnen Jahresleistung. Die SR baut am Westquai einen Getreidesilo (16 000 t).
Die gedeckte Umschlagshalle wird in Betrieb genommen.
Die Tochterfirma Alpina Reederei AG gibt zwei Hochseeschiffe in Bauauftrag "MS Basilea 10 000t" und "MS Maloja 6000t"
Stets bleibt aber die Abwicklung des Betriebes aller ihrer Seeschiffe aufgrund sogenannter Managementsverträge in den
 
1951 Die rote Flotte der Schweizerischen Reederei ist auf dem Rhein nicht mehr wegzudenken.
Das Hochseeschiff Calanda 2 , 4783 BRT/GT wird von der SR erworben.
 
1954 50 Jahr Jubiläum der modernen Rheinschiffahrt in Basel. Die Schweizerische Reederei AG errichtet die Stiftung "Unser Weg zum Meer".
Die der Schweizerischen Reederei AG nahestehenden Firmen und Niederlassungen im In- und Ausland, die sich mit internationaler Spetition befassen, werden in der als Dachgesellschaft gegründeten "Alpina Internationale Transporte AG" zusammengefasst.
 
1956 Die SR unternimmt die seit ihrem Bestehen grösste Anstrengung zur Beschaffung eigenen Schiffsraumes: 10 Grossmotorschiffe (Stromer) mit je ca. 1650 t Ladefähigkeit und 12   PS Antriebskraft, dazu 6 für Stückgutverkehr besonders geeignete Motorschiffe (Valschiffe) von je ca. 700 t Ladefähigkeit und 450 PS Antriebskraft werden in Auftrag gegeben.
Durch Beteiligungsgesellschaften werden weitere 13 Motorschiffe gebaut.
Um dieses Bauprogramm zu ermöglichen, wird das Gesellschaftskapital von 10 Mio auf 16 Mio Franken erhöht.
 
1957 Die Schweizerische Reederei AG wendet in diesem Jahr, 9 Mio Franken für Schiffsmieten auf.
Die Alpina Rhein-Linie der Schweizerischen Reederei AG eröffnet mit dem Kabinenschiff "MS Basilea" ihren Passagierdienst Bsel - Rotterdam - Basel.
 
1958 Die Cisalpina Reederei für Tanktransporte AG erwitert ihren Schiffspark um weitere 3 Tankschiffe (Steintanker)
Die Niederlassung der SR in Rotterdam, die Alpina Scheepvaart N.V. gründet zusammen mit einem deutschen Partner in Stuttgart die "Neckar-Umschlag GmbH", die dort am Mittelquai eine Umschalsanlage mit Lagereinrichtungen baut.
 
1960 Die Spetitionsorganisation der SR hat sich erfreulich entwickelt und ihren Wirkungskreis wesentlich ausgedehnt. Eigene Niederlassungen bestehen nun in Deutschland, Oesterreich, Italien, England, Frankreich, Belgien, Holland, Kanada, USA und Nigeria.
Die Firmenbezeichnung der Dachorganisation, bisher Alpina Internationale Transport AG wir umgeändert in Panalpina Welttransport AG.
 
1961 Die Leventina Kurse werden von 24 auf 30 Schiffsjungen erhöht. Anfang der Schubschiffahrt bei der SR.
Es werden Schleppschiffe zu Gliederschiffe umgebaut, " Romeo & Julia" und "Tristan & Isolde" um Personal zu sparen, aber es blieb bei dem Versuch.
 
1962 Trotz Niederwasser werden 1962 in den Basler Häfen über 7 Mio Tonnen umgeschlagen.
Die Alpina Rhein-Linie nimmt die "MS Ursula" in Ihren Passagierdienst Basel - Rotterdam - Basel auf.
1963 Der Rhein ist zugefrohren, die Rheinschiffahrt liegt 3 Monate still.
Trotz des Eiswinters einen neuen Rekord in Basel (8,2 Mio Tonnen Umschlag)
Die Grossmotorschiffe (Stromer) und einige Motorschiffe (Italiener) werden mit den Schubhörner ausgerüstet.
12 Schubleiter (SSL) 60m Länge 1000 t Gewicht und einem Schottelantrieb werden beschafft. Die mit nur einem Mann Besatzung werden vor die mit Hörner ausgerüsteten Motorschiffe gespannt.
 
1964 Das Hochseeschiff "MS Corona" sinkt im Februar in der Nordsee innert Minuten.
 
1965 Der verregnete Sommer lässt die Umschlagzahlen auf 8,6 Mio Tonnen in Basel steigen.
 
1966 Seit 1924 hat die Schweizerische Reederei AG jährlich grosse Mengen Eisenerz aus Sargans, zeitweise auch aus dem Fricktal, ins Ruhrgebiet zur Verhüttung verschifft. Dieser Erzabbau in der Schweiz ist nun unrentabel geworden und wird völlig eingestell.
 
1967 Die ausserordentliche Lage zwingt zu ungewohnten Lösungen: Die SR verständigt sich mit ihrer Konkurrentin, der BRAG-Tankschiffahrt AG, über eine enge Zusammenarbeit durch gemeinsames Disponieren des Schiffsparkes beider Reedereien.
 
1970 Die Schweizerische Reederei AG kann für das Geschäftsjahr 1970 ein günstigeres Ergebnis volegen als in den Vorjahren.Beachtenswert ist, dass dieses bessere Ergebniss zur Hauptsache aus der Tätigkeit als Rheinreeder, aus dem Umschlags- und Lagergeschäft sowie aus den angestammten Nebenbetrieben erarbeitet wurde.
Personalbestand ende 1970, 1145 Personen.
Flottenbestand: Rheinschlepper 7 Stück, Gütermotorschiffe 51 Stück, Güterschleppkähne 14 Stück, Schleppschubleichter 13 Stück, Motortankschiffe 18 Stück, Tankschleppschiffe 5 Stück, Passagierschiffe 2 Stück, Spezialschiffe 7 Stück, Hochseeschiffe 5 Stück, Küstenmotorschiffe 3 Stück.
 
1971 Personalbestand ende 1971, 1095 Personen. Auf den 5 Hochseeschiffen unter Schweizerflagge sind 79 % Schweizer Seeleute an Bord.
Das Hochseeschiff MS Ascona mit 15 000 Tonnen wurde in Betrieb genommen.
 
1972 Personalbestand ende 1972, 1038 Personen.
Am 14. Dezember 1972 genemigt der Grosse Rat des Kantons Baselstadt eine Vorlage, welche der Verwirklichung, der vom BIGA anerkannten Schifferschule. Die Leitung der Schifferschule wurde Herrn H. Merz übertragen. Die Kosten wurden vom Bund und Kanton Baselstadt getragen.
Auf dem Rhein beträgt der Schweizeranteil 58%, Auf den Hochseeschiffen 76 %.
 
1973 Personalbestand ende 1973, 971 Personen. 4 Schiffe werden verkauft, TS Scaletta, Alpina 4, Madrano und Mesocco.
Die Schiffahrtsschule auf der "Leventina", wird "Schweizerische Schiffahrtschule Basel"
Mit Abschluss des Jahre 1973 hat die Schweizerische Reederei AG den Zenit überschritten.
 
1974 Neuer Rekord in den Basler Häfen. 9,3 Tonnen wurden 1974 Umgeschlagen.
Personalbestand ende 1974, 912 Personen. Flottenabbau bei der SR, MS Airolo, MS Rotondo, MS Campolungo und MS Vicosoprano. Bei Alpina Rotterdam, MS Antilope, MS Okapi und MS Wapiti.
Quellenangabe: Aus dem Buch "50 Jahr Schweizerische Reederei AG" und aus dem "s'Bullauge" die Zeitschrift des Schifferverein Basel-Kleinhüningen

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